La canzone del bambino nel vento

(Das Lied vom Kind im Wind - Auschwitz)

Musik & Text: Francesco Guccini - 1966

Son morto con altri cento,
son morto che ero un bambino,
passato per il camino
e adesso sono nel vento
e adesso sono nel vento

Ad Auschwitz c'era la neve,
il fumo saliva lento
nel freddo giorno di inverno
e adesso sono nel vento,
e adesso sono nel vento

Ad Auschwitz tante persone,
ma un solo grande silenzio:
è strano non riesco ancora

a sorridere qui nel vento,
a sorridere qui nel vento...


Io chiedo come può l'uomo
uccidere un suo fratello
eppure siamo a milioni
in polvere qui nel vento,
in polvere qui nel vento

Ancora tuona il cannone
ancora non è contenta
di sangue la bestia umana
e ancora ci porta il vento
e ancora ci porta il vento

Io chiedo quando sarà
che l'uomo potrà imparare
a vivere senza ammazzare
e il vento si poserà
e il vento si poserà

Io chiedo quando sarà
che l'uomo potrà imparare
a vivere senza ammazzare
e il vento si poserà
e il vento si poserà
e il vento si poserà...

Ich bin gestorben mit anderen Hundert,

ich bin gestorben als ich Kind war,
durch den Kamin hindurch,

und jetzt bin ich im Wind,

und jetzt bin ich im Wind.

In Auschwitz lag Schnee,

und der Qualm stieg langsam auf,
am kalten Wintertag,

und jetzt bin ich im Wind,

und jetzt bin ich im Wind.

In Auschwitz viele Leute,

aber ein einziges großes Schweigen:
seltsam, ich schaffe es immer noch nicht,

zu lächeln hier im Wind,

zu lächeln hier im Wind.


Ich frage, wie kann ein Mensch

einen seiner Brüder umbringen
und trotzdem sind wir zu Millionen

zu Staub hier im Wind,

zu Staub hier im Wind.

Aber immer noch tönt die Kanone

und immer noch ist sie nicht zufrieden

mit dem Blut, die menschliche Bestie,

und wieder bringt sie uns den Wind,

und wieder bringt sie uns den Wind.

Ich frage, wann wird es sein,

dass der Mensch lernen wird
zu leben ohne zu töten,

und der Wind sich legen wird,

und der Wind sich legen wird.

Ich frage, wann wird es sein,

dass der Mensch lernen wird
zu leben ohne zu töten,

und der Wind sich legen wird,

und der Wind sich legen wird

und der Wind sich legen wird...

 

Jura Soyfer: Das Dachaulied
Stacheldraht, mit Tod geladen,
Ist um unsre Welt gespannt.
Drauf ein Himmel ohne Gnaden
Sendet Frost und Sonnenbrand.
Fern von uns sind alle Freuden,
Fern die Heimat und die Fraun,
Wenn wir stumm zur Arbeit schreiten,
Tausende im Morgengraun.
Doch wir haben die Losung von Dachau gelernt,
Und wir wurden stahlhart dabei.
Bleib ein Mensch, Kamerad,
Sei ein Mann, Kamerad,
Mach ganze Arbeit, pack an Kamerad:
Denn Arbeit, denn Arbeit macht frei,
Denn Arbeit, denn Arbeit macht frei!
Vor der Mündung der Gewehre
Leben wir bei Tag und Nacht.
Leben wird uns hier zur Lehre,
Schwerer, als wir's je gedacht.
Keiner mehr zählt Tag' und Wochen,
Mancher schon die Jahre nicht.
Und so viele sind zerbrochen
Und verloren ihr Gesicht.
Doch wir haben die Losung von Dachau gelernt,
Und wir wurden stahlhart dabei.
Bleib ein Mensch, Kamerad,
Sei ein Mann, Kamerad,
Mach ganze Arbeit, pack an Kamerad:
Denn Arbeit, denn Arbeit macht frei,
Denn Arbeit, denn Arbeit macht frei!
Heb den Stein und zieh den Wagen,
Keine Last sei dir zu schwer.
Der du warst in fernen Tagen,
Bist du heut schon längst nicht mehr.
Stich den Spaten in die Erde,
Grab dein Mitleid tief hinein,
Und im eignen Schweiße werde
Selber du zu Stahl und Stein.
Doch wir haben die Losung von Dachau gelernt,
Und wir wurden stahlhart dabei.
Bleib ein Mensch, Kamerad,
Sei ein Mann, Kamerad,
Mach ganze Arbeit, pack an Kamerad:
Denn Arbeit, denn Arbeit macht frei,
Denn Arbeit, denn Arbeit macht frei! 
Einst wird die Sirene künden:
Auf zum letzten Zählappell!
Draußen dann, wo wir uns finden,
Bist du, Kamerad, zur Stell.
Hell wird uns die Freiheit lachen,
Schaffen heißt's mit großem Mut.
Und die Arbeit, die wir machen.
Diese Arbeit, sie wird gut.
Denn wir haben die Losung von Dachau gelernt,
Und wir wurden stahlhart dabei.
Bleib ein Mensch, Kamerad,
Sei ein Mann, Kamerad,
Mach ganze Arbeit, pack an Kamerad:
Denn Arbeit, denn Arbeit macht frei,
Denn Arbeit, denn Arbeit macht frei! 

Dachaulied