Frauen im Widerstand

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Nicht nur Männer waren im Salzburger Widerstand tätig, sondern auch Frauen. Zwar scheiterte laut vorliegenden Quellen der Versuch in Salzburg eine eigene Frauengruppe der KP aufzubauen, dennoch sah das Gericht in den Zusammenkünften der Rosa Hofmann gemeinsam mit Maria Langwieser und Anna Reindl eine ebensolche als erwiesen.

Eine der wenigen dokumentierten Aktionen des kommunistischen Widerstands im öffentlichen Raum war die Flugblattverteilung der Rosa Hofmann, in diesem der „blutige und sinnlose Krieg“ angeprangert und zur Sabotage aufgerufen wurde, Hitler weggehöre und man „für eine freie sozialistische Räterepublik“ eintreten solle. Rosa Hofmann wurde 23jährig am 9. März 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Folgende Salzburger Frauen wurden ohne Prozess nach Auschwitz deportiert und 1942 für ihre Beteiligung am kommunistischen Widerstand ermordet: Rosa Bermoser, Maria Bumberger, Anna Frauneder, Marianne Innerberger, Anna Prähauser, Anna Reindl und Josefine Lindorfer (Hallein).

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Frauen im organisierten Widerstand

Die Geschichte des Widerstands im Nationalsozialismus ist stark männlich besetzt. Dabei übten Frauen nicht zu unterschätzen Funktionen aus. Sie hielten die Infra- und Kommunikationsstrukturen aufrecht, sorgten für Unterkünfte, Verpflegung, Nachschub und Informationen. Es gab aber auch Frauen, wie die Tabakarbeiterin Agnes Primocic aus Hallein, die politisch organisiert waren und Widerstand leisteten. Sie verteilten Flugblätter oder sammelten Gelder für die kommunistische Rote Hilfe. Frauen waren zudem auch im bewaffneten Widerstand aktiv und kämpften beispielsweise als ehemalige Spanienkämpferinnen gegen den Nationalsozialismus. In der Salzkammergut-Widerstandsgruppe rund um Sepp Plieseis traten Theresia Pesendorfer, Marianne Feldhammer, Helene Egger, Cäcilia Langeder in Erscheinung.

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