Am Anfang war die Stigmatisierung ...

Aktualisiert: 24. Jan 2019


Sonntag 27. Jänner 2019

17:00 Uhr Antifaschistisches Mahnmal beim Hauptbahnhof Salzburg

Das Personenkomitee Stolpersteine Salzburg, die Israelitische Kultusgemeinde, der

KZ-Verband/VdA Salzburg, die Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen, das Stadtarchiv Salzburg und die Katholische Aktion laden zur jährlichen Gedenkveranstaltung für die Opfer des NS-Regimes ein.


»Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.

Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben«. Primo Levi

2005 wurde der 27. Jänner – Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee – zum »Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust« erklärt.

Am Anfang des NS-Terrors war die Stigmatisierung der Opfer als »Erbkranke«, »Hochverräter«, »Volljuden«, »Zigeuner« oder »Asoziale« – fußend auf weit verbreiteten Stereotypen, gekoppelt mit rassistischen Vorurteilen. Diese wurden schon vor 1933 artikuliert, von Behörden benutzt und von Akademikern »wissenschaftlich« unterfüttert. Das Zusammenspiel der Akteure gewann nach 1933 an Dynamik und kulminierte in Zwangsarbeit und Deportation. Am Ende stand der Tod in Hartheim, Stadelheim, Ravensbrück, Dachau, Mauthausen oder Auschwitz. Nach der Befreiung wurden Überlebende und Angehörige in unterschiedlicher Intensität diskriminiert, etwa als »Landplage« ...

Nach der Begrüßung durch den Historiker Gert Kerschbaumer spricht die Schriftstellerin Hanna Sukare zum Thema »Denken wir«. Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung gestaltet Peter Sigl jun.

Eine Liste aller derzeit bekannten nationalsozialistischen Terror-Opfer aus Stadt und Land Salzburg ist auf auf der Website des Personenkomitees Stolpersteine abrufbar: NS-Opferverzeichnis Salzburg