Antifa-Mahnmal am Bahnhofsvorplatz gestalterisch und inhaltlich aufwerten

Aktualisiert: Juli 29


KZ-Verband/VdA Salzburg zum Holocaust-Gedenktag 27. Jänner:

„Aktuelle Gestaltung ist dem Anliegen des Mahnmals absolut unwürdig“


Am Sonntag, 27. Jänner, jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Seit 2005 ist der 27. Jänner auch der internationale Holocaust-Gedenktag.


Auch heuer werden am späten Sonntagnachmittag (17 Uhr) viele Salzburger und Salzburgerinnen wieder dem Aufruf der Israelitischen Kultusgemeinde, des Personenkomitees Stolpersteine, des Stadtarchives Salzburg, der Katholischen Aktion, der sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und des KZ-Verbandes/Verband der AntifaschistInnen folgen und den Millionen Opfern des NS-Terrors beim Antifa-Mahnmal am Bahnhofsvorplatz gedenken.


Der 27. Jänner ist meist der einzige Tag im Jahr, an dem das Antifaschistische-Mahnmal am Bahnhofsvorplatz öffentlich wahrgenommen wird. Das liegt nicht zuletzt an der völlig unbefriedigenden Gesamtgestaltung des Platzes rund um das Denk- und Mahnmal. Einzelne Initiativen antifaschistisch gesinnter GemeinderätInnen (zuletzt ein Antrag von Bürgerlisten-gemeinderätin und Stolperstein-Aktivistin Ingeborg Haller im Jahr 2016), die eine Aufwertung des Denkmales zum „demokratischen Treffpunkt“ zum Ziel hatten, wurden vom Ressort und der Verwaltung offensichtlich „schubladisiert“ und „nicht einmal ignoriert“.


Der KZ-Verband Salzburg/Verband der AntifaschistInnen fordert die Stadt Salzburg auf, rasch und dauerhaft für eine dem Ansinnen des Denkmals würdige Gestaltung des Gesamtensembles zu sorgen. „Die aktuelle Gestaltung ist dem Anliegen jedenfalls absolut unwürdig“, stellt KZ-Verbands-Sprecherin Christine Steger fest.


Dabei geht es einerseits um eine gestalterische Aufwertung (Beleuchtung, Bepflanzung, Pflege) aber auch um eine Einbeziehung des Denkmals und seines Inhaltes in die angekündigte „kulturelle Aufwertung “ des gesamten Bahnhofsvorplatzes.


Zu beiden Themen erklärt sich der KZ-Verband/VdA gerne bereit, mit eigener Expertise mitzuarbeiten.