Am 20. Juli wird wieder „Gedenken“ stattfinden.

Aktualisiert: 16. Juli 2019

Das Erinnern an den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg, er war bis 1942 ein Anhänger Hitlers. So wie der österreichische "Staufenberg" Robert Bernardis.


Stauffenberg hat die parlamentarische Demokratie verachtet und nach erfolgreichem Attentat wollte er den Krieg, nur gegen die Sowjetunion, fortsetzen!


Schon der deutsche Altbundeskanzler Konrad Adenauer wunderte sich lakonisch, dass am Putschversuch vom 20. Juli 1944 offenbar mehr Leute beteiligt gewesen seien als Deutschland Einwohner habe.


Dabei haben die Jubelnden einen Mann vergessen, verdrängt und unter jene eingeordnet, die in der Geschichte - immer unter „ferner liefen“ - entweder gar kein Gedenken abbekommen oder in einen Topf mit jenen geworfen werden, derer man am 20. Juli gedenkt.


Ein Beispiel besonderer Würdigung jenes Widerstandes gegen Hitler, der am 20. Juli gefeiert wird, ist die Feststellung der Autorin Barbara Koehn („Der deutsche Widerstand gegen Hitler. Eine Würdigung“): „Der Widerstand in Europa wurde meistens von Kommunisten oder Sozialisten organisiert und geleitet. Der deutsche Widerstand dagegen wurde hauptsächlich von Bürgern und Adeligen angeführt.“


Ergebnis nach erfolgreichem 20. Juli-Attentat wäre ein Ständestaat gewesen, der kaum demokratische Grundsätze festgeschrieben hätte - nach Kommentar von Arno Klönne in einem ähnlichen Zusammenhang; nicht zum Buch von Barbara Koehn mit 368 Seiten, in dem sich die Autorin auf 34 (!) Seiten mit dem Widerstand der Arbeiterbewegung gegen Hitlers Verbrechersystem befasst, der von 1933 bis 1945 große Opfer forderte:


„Die deutsche Militärkaste als Hort des Widerstands gegen das Hitler-System?

Rigoroser lässt sich Geschichte kaum fälschen.“



Die Leistung Stauffenbergs als Attentäter soll nicht kleingeredet werden – immerhin verlor er sein Leben. Die Sichtweise über die Motive soll aber zurecht gerückt werden, die den Oberst zu seiner Tat führten.

Am Ende könnte die Erkenntnis stehen, dass Stauffenberg nicht zu dem Symbol der Freiheit und des Widerstandes taugt, zu dem er seit Mitte der fünfziger Jahre aus politisch motivierten Gründen gemacht wurde.


Buchtipp:

Thomas Karlauf - Stauffenberg: Porträt eines Attentäters

Karl Blessing Verlag, München 2019

ISBN 9783896674111


Blick ins Buch - Blessing Verlag


Georg Elser - Der Bürgerbräukellerattentäter




Georg Elser

geboren am 4. Jänner 1903

am 9. April 1945 im KZ Dachau ermordet.









Am 8 November 1939 explodierte im Münchner Bürgerbräukeller eine Bombe.

Ihr Ziel war Adolf Hitler, der ,,Führer" und Reichskanzler, der Mann der alle Methoden anwandte um ,,Volksschädigende Objekte" zu vernichten, der Mann der ...


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