Goldegger Wehrmachtsdeserteure - Offener Brief

Aktualisiert: 7. März 2019


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Johann Fleißner,


ich darf ihnen im Anhang unseren "Offenen Brief an die Gemeinde Goldegg" senden. Sie als Bürgermeister und die gesamte Gemeindevertretung soll über unsere Interessen informiert sein.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Paul Chalupny

Offener Brief an die Gemeinde Goldegg vom 05. November 2018


Was uns wichtig ist


1. Wir wollen die wissenschaftliche Neuschreibung des Kapitels der Golddegger Chronik 2008 zum Thema Deserteure.


Herr Landesarchivdirektor Mag. Dr. Oskar Dohle hat durch Gemeindevertretungsbeschluss der Gemeinde Goldegg gegen zwei Stimmen der FPÖ diesen Auftrag erhalten.


Wir begrüßen diesen Schritt der Gemeinde zur Aufarbeitung der Geschichte des Nationalsozialismus in Goldegg.


2. Wir wollen die vollständige Aufklärung der Beschmierung des Gedenksteines und entsprechende Entschädigung für die notwendige sachgemäße Reinigung


Nach der Beschmierung des Gedenksteines erfolgten auch „Parlamentarische Anfragen“ an den Innenminister Herbert Kickl und an den Justizminister Dr. Josef Moser, deren Beantwortungen noch ausstehen.

3. Wir wollen die vollständige Rehabilitation der Deserteure und ihrer Familienangehörigen


Die Schmähungen der Deserteure in der Goldegger Chronik 2008 sind unerträglich. Die Gemeinde Goldegg hat sich dafür bis heute bei den betroffenen Familien nicht entschuldigt. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung ist auch eine gesellschaftliche Aufarbeitung in der Gemeinde Goldegg dringend erforderlich und eine ehrlich gemeinte Entschuldigung wäre längst angebracht.


4. Wir wollen die Verlegung des Gedenksteines in den öffentlichen Raum im Hof des Schlosses Goldegg


Für diesen Platz ist ursprünglich die künstlerische Gestaltung des Gedenksteines gedacht. Die Gemeinde garantiert damit auch den Schutz als öffentliches Denkmal.



In Erwartung ihrer Antwort zeichnet für den Vorstand als geschäftsführender

Obmann


Dr. Paul Chalupny

Weitere Informationen:













26.11.2018 - Beantwortung der Parlamentarischen Anfragen durch die Minister,

zur Beschmierung des Gedenksteines in Goldegg,



Warten auf eine Antwort:


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Johann Fleißner,


es sind nun fast 3 Monate vergangen und sie haben bis heute auf unseren „Offenen Brief an die Gemeinde Goldegg“ vom 05.11.2018 nicht geantwortet.


Unser Verein hat nicht einmal eine Eingangsbestätigung von ihnen erhalten.


Die Erinnerungskultur in der Gemeinde Goldegg sollte spätestens seit dem Aufhebungs- und Rehabilitationsgesetz 2009 selbstverständlich sein und unsere Vereinsarbeit sollte durch ihre Gemeinde unterstützt und nicht behindert werden.


In Erwartung ihrer Antwort grüßt


Dr. Paul Chalupny

Geschäftsführender Obmann des Vereines

04. Februar 2019

Presse:

derStandard - 08. Februar 2019

Am 04. März.2019 kam die Antwort des Bürgemeisters von Goldegg.