Spendenaktion für Grab wird erfolgreich abgeschlossen

Aktualisiert: Jan 31

Spendenaktion für Grab einer in Auschwitz ermordeten Sinti-Familie wird erfolgreich abgeschlossen.


Die Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen und der KZ-Verband/VdA sammelten bisher über 2100 Euro.

Einen Tag vor dem 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Truppen der Roten Armee wird die gemeinsame Spendenaktion des Bund sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen und des KZ-Verband/VdA zur Erhaltung eines Familiengrabes erfolgreich beendet.

Die Mitglieder einer Sinti-Familie aus Salzburg haben in einem Grab am Kommunalfriedhof ihre letzte Ruhe gefunden.

Die Familie war bis 1943 im „Zigeunerlager“ Maxglan interniert, eine Angehörige der Familie wurde von NS-Propagandistin Leni Riefenstahl für Filmprojekte als Komparsin missbraucht. Ein großer Teil der Familie wurde nach Auflösung des Lagers Maxglan in Auschwitz ermordet.


Insgesamt konnten bisher mit der von Grünen, Neos und KPÖ unterstützten Aktion mehr als 2100 Euro in nur zwei Monaten aufgebracht werden. Damit kann das Familiengrab nach ersten Schätzungen zumindest einmal für die kommenden 60 Jahre erhalten werden.


Die Aktion von FreiheitskämpferInnen und KZ-Verband/VdA war eine Reaktion auf den von ÖVP, SPÖ und FPÖ getragenen Beschluss, das Ehrengrab der Stadt Salzburg für das NSDAP-Mitglied Hans Schmid (Komponist Rainermarsch) zu verlängern. Als sich dann im November vergangenen Jahres eine Angehörige der Familie in einem Schreiben an die Salzburger Öffentlichkeit mit der Bitte um Hilfe wandte, war für die antifaschistischen Organisationen schnell klar:

Wenn die Stadt Salzburg per Mehrheitsbeschluss (ÖVP, SPÖ, FPÖ) das Grab eines Nazi finanziert,

dann finanziert die demokratische Zivilgesellschaft das Grab der Opfer!


Bund sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen - Salzburg

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